Der erste Schritt

Die Entscheidung eine Psychotherapie zu beginnen, fällt den meisten Menschen schwer, da immer noch die Stigmatisierung: „Wenn man zum Therapeuten geht, ist man verrückt“ sehr präsent ist. Oft schwingen dann Scham oder Versagensgefühle, dass man die Situation nicht alleine bewältigen kann, mit. Jedoch merken die meisten schnell, dass dieser geschützte Rahmen, in dem man hier mit einer objektiven Person redet, sehr angenehm sein kann.

Das merkwürdige Paradox ist, dass ich mich verändern kann, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin.
W. CLEMENT STONE

Der Ablauf einer Therapie gestaltet sich wie folgt

Da für den Therapieprozess die Beziehung zwischen Klient und Therapeut eine bedeutende Rolle spielt, dient das Erstgespräch vor allem dem Kennenlernen. Sie müssen sich vorstellen können, mit mir über alles was sie beschäftigt reden zu können. Sympathie ist daher von großer Relevanz. Gesprächstechnisch wird der Hauptfokus auf die Beweggründe der Klienten für eine Therapie gelegt: Welcher Anlass führt sie her? Warum wollen Sie genau jetzt mit einer Therapie beginnen? Mit welcher Motivation kommen Sie? Welche Erwartungen haben Sie?…

Außerdem ist es wichtig die Rahmenbedingungen der Therapie zu besprechen und anfängliche Fragen der Klienten zu klären.

Psychotherapie ist immer freiwillig! Sie vereinbaren mit dem Therapeuten Ziele und lassen sich auf einen Prozess ein. Wenn Sie jedoch der Meinung sind, dass dies nicht der richtige Weg ist, können sie jederzeit die Therapie abbrechen.

Da es in der Therapie um Vertrauen geht und einen Prozess darstellt, sollte man nur bei einem Therapeuten in Behandlung sein. Es sei denn, Sie wollen eine Kombination aus Einzel- und Gruppen oder Paartherapie, dann kann sich, nach Absprache mit den jeweiligen Therapeuten, die Kombination sinnvoll ergänzen.

Vorweg gesagt: jede Therapie verläuft anders. Meist stellen sich schon nach einigen Sitzungen erste Erfolge ein, jedoch kann es immer wieder Rückschläge geben, die auch den Therapieverlauf beeinflussen. Es wird Höhen und Tiefen geben, geben Sie dem Prozess Zeit. So wie ein gebrochenes Bein, braucht auch die Psyche Zeit zu heilen.

Abgeschlossen ist die Therapie, wenn der Klient meint, dass er sein Therapieziel erreicht hat bzw. wenn er merkt, dass genau dies hier nicht möglich ist. Wichtig ist jedoch, das Ende zu besprechen.